1905 - 1914
1905
Am 1.1. wird der Kreisfischereiverein Oberbayern gegründet. Dieser geht aus dem bisherigen Kreisausschuss hervor.
1906
Der Landesfischereiverein feiert sein 50 jähriges Jubiläum mit einer Festsitzung im großen Saal des Bayerischen Landwirtschaftsrates und einem Festessen im Hotel Vierjahreszeiten. Protektor ist Prinz Ludwig. Die Festrede hält Professor Hofer. Der erste Vorsitzende Graf Moy erhält das Komturkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone verliehen. Der Deutsche Fischerei-Verein tagt in München und Lindau. Das Bayerische Wassergesetz wird erlassen.
1908
Das Bayerische Fischereigesetz, an dessen Entstehung der Landesfischerei-Verein einen erheblichen Anteil hat, wird erlassen. Zusammen mit der Landesfischereiordnung, die 1909 nach den Vorschlägen des Vereins revidiert wird, ist eine vorbildliche Grundlage für die Fischerei entstanden. Die Gesetzgebung gilt für alle neuen Fischereigesetze als Muster.
Gemäß dem Bayerischen Wassergesetz erfolgt die Aufstellung von Aufsichtsorganen zur Überwachung der Reinhaltung der Gewässer.
1909
Das Ministerium des Innern erhöht mit Rücksicht auf die durch den Vollzug des Wasser- und Fischereigesetzes bedingte Aufgabenerweiterung den Zuschuss für den Landesfischereiverein auf 35.000 Mark (Erlös für die Fischkartengebühren). Der Landesfischerei-Verein gründet in Starnberg eine Bayerische Fischereischule.
1910
Die Fischereischule des Landesfischerei-Vereins in Starnberg führt ihren ersten Kurs durch, an dem 32 (davon 2 aus Württemberg) und 9 Hospitanten (4 aus Bayern, 2 aus Württemberg, 2 Österreicher und 1 Bulgare) teilnehmen. Leiter des Kurses ist Dr. Walter Hein, wissenschaftliches Mitglied der Bayerischen biologischen Versuchsstation für Fischerei in München.
Die Aufstellung von Kreiswanderlehrern (heute Fachberater für Fischerei bei den Regierungen) in allen acht Kreisen ist vollendet (1906 Oberbayern, 1909 Oberpfalz und Oberfranken, 1910 die 5 übrigen Kreise). Damit war die Organisation der amtlichen Fischereiverwaltung Bayerns beendet.
1911
Der Landesfischerei-Verein führt in ganz Bayern Fischereilehrkurse für die Gendarmerie- und Schutzmannschaften ein.
1912
Prinzregent Luitpold stirbt. Prinz Ludwig wird Regent. 1913 wird er zum König Ludwig III. ausgerufen.
Das Innenministerium gibt eine Entschließung bekannt, wonach Fischereiberechtigte vor Ausarbeitung von Flussregulierungsprojekten von den Strassen- und Flussbauämtern gehört werden sollen.
Die Teichwirtschaftliche Versuchsanstalt Wielenbach wird als „Königliche Bayerische Versuchsstation“ zur Durchführung von Teichdüngungsversuchen angelegt.


