Die Fischzucht Mauka
Landesfischzuchtanstalt Mauka
Neufahrner Str. 6
85375 Massenhausen
Tel.: 08165/8208
Fax: 08165/98625
E-Mail: fischzucht-mauka@lfvbayern.de
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Den Betrieb leiten die Fischwirtschaftsmeister Matthias Brunnhuber und Philipp Zechmeister. Die Landesfischzuchtanstalt ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb zum Beruf Fischwirt/Fischwirtin, Fachrichtung Fischzucht und Fischhaltung. Derzeit sind die zwei Auszubildenden Simon Veit und Theo Heimann im Betrieb beschäftigt. Praktikantenstellen können nach Vereinbarung vergeben werden.
Nachwuchspflege in eigener Regie
Der Landesfischereiverband betrachtet es seit jeher als vordringliche Aufgabe, die sich seit Anfang des Jahrhunderts rasch entwickelnde Forellenteichwirtschaft durch Lehre und Anschauung dem Praktiker an Modellbetrieben näher zu bringen. Um diesen Auftrag erfüllen zu können wurde 1919 die Forellenteichwirtschaft Mauka vom damaligen Bayerischen Landesfischerei Verein, erworben. Die Fischzucht liegt im Freisinger Moos, am Flusslauf der Mauka. Die bebaute und unbebaute Fläche beträgt heute wie damals 4.965 ha. Beim Kauf waren 29 Teiche angelegt, heute sind es 37. Jährlich werden mehr als eine Millionen Salmonidensetzlinge erzeugt. Der Schwerpunkt liegt auf der Äschenvermehrung.
Das 1919 vorhandene Fischmeisterhaus wurde 1948 aufgrund seines Bauzustandes abgerissen und an der heutigen Stelle neu aufgebaut. Gleichzeitig wurde durch diese Verlegung die Möglichkeit geschaffen, im Kellergeschoss des Gebäudes einen Brutraum zu installieren, der sowohl von der Mauka als auch (seit 1974) mit Brunnenwasser gespeist werden kann. Diese Anlage ist heute noch in Betrieb. Um die Produktionsrisiken zu verringern bzw. auszuschließen, beschloss der Hauptausschuss des LFV Bayern den Neubau einer Fischzuchthalle sowie die Errichtung eines Pumpenhauses. Im Februar 1984 wurde der erste Fischbesatz eingebracht.
Die der Fischzucht zur Verfügung stehende Hallenfläche beläuft sich auf rund 190 qm. In der Halle sind u.a. 42 Kunststoffbecken in Form von Brutrinnen, Bruttrögen und Rundbecken untergebracht. Die Wasserversorgung erfolgt ausschließlich durch Grundwasser.
Der Betrieb arbeitete in all den Jahren trotz oft widriger Zeitläufe immer rentabel. So passte man sich der jeweiligen züchterischen und technischen Entwicklung so gut wie möglich an. Erfolgte ehedem der Transport der Satzfische noch mit dem Ochsenwagen zum Bahnhof nach Neufahrn, so war es trotzdem damals schon möglich, mit den Holztransportfässern mit integrierter Sauerstoffflasche Kunden in der Schweiz, Österreich und Frankreich dank der zuverlässigen Reichsbahn zu bedienen. Erst um 1960 wurde der Transport der Satzfische von der Bundesbahn mehr und mehr auf LKW umgestellt.
Die Produktionszahlen spiegeln deutlich die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der Anstalt wider. 75 000 Setzlinge wurden 1924 herangezogen. Ein Jahr später waren es schon 125 000. Damals wurden die Setzlinge nur mit Plankton und Mückenlarven großgezogen. Etwa ab 1940 stieg die Produktion auf jährlich über 200 000. Die Einführung des Trockenfutters wirkte sich positiv aus. Heute werden rund eine Millionen Salmonidensetzlinge erzeugt. Der Schwerpunkt liegt auf der Äschenvermehrung. Dabei legt man Wert auf frisches Plankton, zumindest während der Anfütterungsphase.

