Mit Forellen aufs Siegertreppchen geschwommen
Klasse 4a der Grund- und Mittelschule Eging a. See begeistert beim bayernweiten Schulkalender-Wettbewerb
Die Klasse 4a holte mit einem selbstgemachten Podcast über die Bachforelle einen tollen 2. Platz beim Umwelt-Schulkalender „Wald, Wild und Wasser“. Zur Belohnung ging es zu einem spannenden Forschertag an den Rohrbach und den Eginger See.
Wenn der Bayerische Jagdverband und der Landesfischereiverband ihren kostenlosen Umwelt-Schulkalender „Wald, Wild und Wasser“ an die bayerischen Grundschulen verteilen, ist das für viele Klassen der Startschuss für spannende Entdeckungen. Der Kalender richtet sich speziell an die 3. und 4. Jahrgangsstufen und stellt jeden Monat heimische Tiere oder Fische mit Steckbriefen, Tierstimmen über QR-Codes und Rätseln vor. Lehrkräfte nutzen ihn gerne als offizielles Begleitmaterial für das Projekt „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“, um das Umweltbewusstsein zu stärken. Zu diesem Kalender gehört traditionell auch ein Kreativwettbewerb – und genau hier hat die Klasse 4a voll abgeräumt.
Ausgangspunkt für das erfolgreiche Projekt war eine Musikstunde: Im Unterricht kam das berühmte Lied „Die Forelle“ von Franz Schubert zur Sprache. Die Kinder horchten auf und fragten sich neugierig, warum der Fisch als „launisch“ beschrieben wird.
Um das genauer zu ergründen, machten die Schülerinnen und Schüler das Thema kurzerhand zum Gegenstand eines eigenen Podcasts. Unter Begleitung ihrer Klassenlehrerin und Konrektorin Claudia Mühlbauer forschten sie nach, führten Interviews mit Mitschülern, Lehrern, dem Experten Markus Schwarzmeier sowie der Rektorin Ingrid Hain und beleuchteten das Verhalten der Bachforelle. Dabei ging es auch um ernste Themen wie die Auswirkungen von Wärme- und Hitzestress auf die Fische, um auf die Wichtigkeit des Gewässerschutzes aufmerksam zu machen.
Der nasskalte Regenschirm-Tag konnte den Forscherdrang der Kinder jedenfalls nicht bremsen – schließlich gab es „nass von unten und nass von oben“. Ausgerüstet mit ihren Keschern startete die Klasse 4a ihre Entdeckungstour direkt am Abfluss des Eginger Sees. Dort fischten die Viertklässler neben Wasserasseln zum Beispiel auch Kugelmuscheln aus dem Bach. Weiter ging es mit Probenahmen direkt am Seeufer sowie am Zufluss des Gewässers. Dort fiel den jungen Forschern sofort auf, dass das Bachwasser hier deutlich kälter war. Zudem deuteten die hier entdeckten Eintagsfliegenlarven auf eine spürbar bessere Wasserqualität hin als noch am Abfluss – denn anhand dieser kleinen Zeigertiere lässt sich der Zustand eines Gewässers schließlich genau ablesen. Nach dem eifrigen Staunen, Vergleichen und Bestimmen bekamen alle Wassertierchen natürlich ihre Freiheit zurück.
Begleitet wurde der Ausflug von Felix Reebs, dem Geschäftsführer des Fischereiverbandes Niederbayern, der extra aus Landau angereist kam, um den Kindern mit seiner hervorragenden Expertise zur Seite zu stehen und Hermann Reitberger, dem Vorstand des örtlichen Fischereiverbandes. Beide führten die Kinder fachkundig durch den Tag und erklärten spannende Details zum Leben im und am Wasser. Ein rundum gelungener Projekttag, der Musik, Naturschutz und Praxis ideal miteinander verband.
Den Podcast der Klasse 4a gibt es hier zum Nachhören:
Text & Fotos: C. Mühlbauer

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