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ZUKUNFT EINER FISCHZUCHT

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

LFV beschließt Machbarkeitsstudie für ein Natur- und Gewässererlebniszentrum


Seit 1919 betreibt der LFV Bayern als Verband der bayerischen Angel und Berufsfischer vor den Toren Münchens die Fischzucht Mauka. Doch wie bei anderen Produktionsbetrieben in der Aquakultur schlagen die Folgen des Klimawandels, zunehmende Gewässerbelastungen und Prädatoren immer stärker zu Buche. Doch welches Signal würde ein Fischereiverband ausstrahlen, der seinen traditionsreichen Teichbetrieb in Bestlage aufgibt?


Wegweiser an der Neufahrner Straße 6, der zur Fischzucht Mauka führt, umgeben von herbstlicher Landschaft.
Wegweiser an der Neufahrner Straße 6, der zur Fischzucht Mauka führt, umgeben von herbstlicher Landschaft.

LFV-Fischzucht soll zusätzliche Standbeine bekommen

Initiiert durch eine einberufene Arbeitsgruppe „Zukunft Mauka“ wurde das Grundkonzept eines Natur- und Gewässererlebniszentrums entwickelt. Der Plan: Weg vom reinen Produktionsbetrieb, hin zu einem attraktiven, vielfach nutzbaren Zentrum mit dem Fokus auf Naturerlebnis und Gewässerschutz.

Zielgruppen sind einerseits Mitglieder, aber auch Partner sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Von jung bis alt, vom lokal ansässigen Fischereiverein bis hin zu Schulen, Unternehmen oder Universitäten.

Als mögliches Angebot stehen überregionale wie regionale Fortbildungen, pädagogische Ferienprogramme, Inklusion oder kulturelle Treffen rund um das Thema „Natur- und Gewässererlebnis“ im Raum. Mit Uni und Hochschule in Weihenstephan lassen sich womöglich sogar wissenschaftliche Ansätze integrieren.


Luftaufnahme der LFV Fischzucht Mauka vor den Toren Münchens
Luftaufnahme der LFV Fischzucht Mauka vor den Toren Münchens

Wie entwickelt man ein Konzept, ohne Luftschlösser zu bauen?

Um erforderliche Investitionen qualifiziert abschätzen und gleichzeitig die Interessen von Mitgliedern und potenziellen Partnern bestmöglich integrieren zu können, hat der LFV Bayern die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. In dieser sollen binnen eines Jahres unter der Leitung eines fachkundigen Büros in verschiedenen Beteiligungsformaten regionale Partnermodelle analysiert und stufenweise modulare Ansätze für ein Natur- und Gewässererlebniszentrum entwickelt werden.

Zur Finanzierung der Machbarkeitsstudie hat der LFV Bayern knapp 65.000 Euro Fördermittel eingeworben, die etwa zwei Drittel der Gesamtkosten decken. Der Löwenanteil der Förderung stammt mit knapp 40.000 Euro aus dem LEADER-Topf der Mittleren Isarregion, die bisher ein reges Interesse an dem Vorhaben bekundet hat.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie soll weiter geprüft werden, ob und wie für eine spätere Umsetzung einzelner Module weitere Fördermittel akquiriert werden können.


Text: Johannes Schnell

Fotos: Lukas Kaiser

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