Artenhilfsprogramme fit für die Zukunft machen
Die aktuellen fischereilichen Artenhilfsprogramme (AHP) laufen noch bis Ende 2027. Gemeinsam mit Bezirksfischereiverbänden, Fischereifachberatungen, dem Institut für Fischerei (IFI), der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem Landesfischereiverband Bayern wurde deshalb bereits intensiv über die Weiterentwicklung der Programme beraten.
Ein zentrales Ergebnis: Das bewährte Drei-Säulen-Modell soll grundsätzlich erhalten bleiben. Gleichzeitig sollen Artenhilfsprogramme künftig noch gezielter eingesetzt werden. Besatzmaßnahmen müssen stärker an geeignete Lebensräume gekoppelt werden, denn nur intakte Gewässer sichern langfristig stabile Fischbestände.
Auch der Klimawandel macht Anpassungen erforderlich. Steigende Wassertemperaturen und häufigere Niedrigwasserphasen verändern die Lebensbedingungen vieler Fischarten. Deshalb sollen zukünftige Programme flexibler auf regionale Entwicklungen reagieren und Lebensraummaßnahmen noch stärker berücksichtigen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vereinfachung der praktischen Umsetzung. Klarere Herkunftsnachweise, schlankere Verfahren, digitale Lösungen sowie eine praxisgerechte Erfolgskontrolle sollen den Aufwand für Vereine und Bezirksverbände reduzieren und gleichzeitig den Anforderungen der Fördermittelgeber gerecht werden.
Die Diskussionen haben deutlich gezeigt: Das Artenhilfsprogramm bleibt auch künftig ein zentrale Instrument der Fischerei für den Wiederaufbau und Erhalt gefährdeter heimischer Fischarten. Nun gilt es, die Programme gemeinsam weiterzuentwickeln, damit sie auch unter veränderten Rahmenbedingungen wirksam und praxistauglich bleiben

Text: Robert Asner
Foto: Lukas Kaiser




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